Die Saison ist eröffnet und der Kohlemeiler entzündet
Köhlern, Forschen, Musik und gute Stimmung beim Köhlerfest
Beim Köhlerfest im Naturpark Mühlviertel wurde der Saisonstart des Großdöllnerhofes feierlich begangen. Bei traumhaftem Wetter konnten die Besucher aktiv werden, sich verwöhnen lassen und die Kunst des Köhlerns bestaunen.
Gute Stimmung herrschte bei der diesjährigen Saisoneröffnung am Großdöllnerhof mit Köhlerfest. Der Naturpark Mühlviertel und die Gemeinde Rechberg, mit Unterstützung des Vereins Zukunft Rechberg, richteten das Fest gemeinsam aus und freuten sich über den großen Andrang. Für das leibliche Wohl sorgte der Seniorenbund unter anderem mit einem eigens kreierten Köhlerteller, Bauernkrapfen und vielem mehr.
Vor dem Fest bauten Köhlermeister Karl Weichselbaumer und seine freiwilligen Helfer den Meiler auf der Köhlerwiese auf. Am Festtag konnten die Besucher vieles übers Köhlern erfahren und dabei zusehen, wie der Kohlemeiler geschlossen wurde. Im Beisein der Ehrengäste aus Politik, dem Verbund der OÖ Museen, den beteiligten Vereinen und dem Gemeindeleben, wurde der Meiler unter großem Beifall der Besucher schließlich feierlich entzündet.
Bei traumhaftem Frühlingswetter konnten vor allem die Kinder lernen, wie man in vergangenen Zeiten Feuer machte, Zeichenkohle und Kohlefarbe herstellte sowie ihre eigenen Kunstwerke schaffen. Auch Insektenhotels zum mit nach Hause nehmen, wurden gebastelt. Nikola Jakadofskys Keramik-Ausstellung erfreute sich ebenso großem Interesse. Forscher-Felixx zauberte den kleinen und großen Forschern ein Lächeln ins Gesicht.
Nun heißt es für die Köhler in Tag- und Nachtschichten wache halten, die Luftzufuhr regulieren und die Verkohlung steuern. Eine Woche nach dem Fest, wird schließlich die abgekühlte Kohle ausgezogen.
Besuch erhalten haben die geduldigen Wächter bereits von Schulklassen der Naturpark-Volksschulen. Luki „Mandl aus Sandl“ erzählte ihnen zudem schaurige und unglaubliche Geschichten aus alten Zeiten.
Das immaterielle Kulturerbe der Köhlerei hat besonders in Rechberg eine lange Tradition und wurde bis etwa 1950 aktiv betrieben. Wurde der wertvolle Rohstoff in alten Zeiten bis in die Wiener Brauereien geliefert, versucht man heute alles dafür zu tun, das Wissen und Können dieser Handwerkskunst lebendig zu halten. Unser Dank gilt all jenen, die dazu ihren aktiven Beitrag leisten.








