WS Neophyten – Biodiverse Bereicherung oder wild-gewordene Einwanderer?
Für alle Pädagog:innen, Naturvermittler:innen und Naturinteressierte gab es im September einen Workshop zum brennenden Thema „Neophyten“. Dafür konnte der renommierte Experte DI (FH) Hansjörg Hauser aus Regensburg (D) gewonnen werden. Pflanzen, die ab 1492 nach Europa zugewandert sind, werden als Neophyten bezeichnet werden. Viele davon sind uns bereits sehr vertraut und gefährden durch ihre Ausbreitung nicht die heimische Flora. Invasive Arten verdrängen jedoch heimische Pflanzen, verändern Ökosysteme oder verursachen wirtschaftliche Schäden. Zu diesen gehören bekannte Arten wie der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera) und der Japan-Staudenknöterich (Reynoutrica japonica) aber auch Zierpflanzen wie der Götterbaum (Allianthus phioxeroides). Viele davon wurden als Zierpflanzen in die heimischen Gärten gebracht und breiten sich nun vor allem auf Ödland und Industriebrachen sowie entlang von Transportwegen wie Bahnanlagen, Straßenrändern als auch entlang von Ufern aus. Häufig weisen diese Pflanzen ein hohes Ausbreitungspotential auf, meist über Samen als auch über Wurzelschösslinge. Die Bekämpfung ist meist sehr aufwändig, arbeits- und kostenintensiv. Neophyten sind jedenfalls kein neues Thema, sondern gestalten die Landschaften bereits viele Jahrhunderte mit.
>> Die Workshop wurde umgesetzt mit Unterstützung von Land und Europäischer Union <<


